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Profit vs. Nachhaltigkeit – GoodJobs im Interview

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Profit vs. Nachhaltigkeit – GoodJobs im Interview

Profit vs. Nachhaltigkeit. GoodJobs im Interview.

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Auf der Suche nach einem nachhaltigen Job? Mit sozialem Engagement statt starren Strukturen? GoodJobs ist eine Plattform, die Unterstützung bei der Suche nach nachhaltigen Jobs mit Sinn bietet.

Eine Plattform, auf der Arbeitnehmer*innen und -geber*innen zusammenkommen. Wir haben uns gefragt mit welchen Wünsche Arbeitnehmer*innen auf nachhaltige Unternehmen zugehen. Was sind Must-Haves und No-Gos? Und dürfen nachhaltige Unternehmen eigentlich Profit machen?

Viele Fragen, dankeschön lieber Chris und liebe Julia von GoodJobs, dass Ihr uns diese in einem Interview beantwortet habt.

Darf ein nachhaltiges Unternehmen profitabel sein?

GoodJobs: Wir stehen zwar auch dafür, dass kein unendliches Wirtschaftswachstum möglich ist, jedoch gibt es in der Nachhaltigkeitsbranche eine riesige Nachfrage und Potenziale. Nachhaltige Unternehmen können den Arbeitsmarkt wandeln, davon sind wir überzeugt. Wir finden das Konzept eines Social Business fantastisch: Mit dem erwirtschafteten Profit werden nachhaltige Ziele umgesetzt. Den Mitarbeitenden wird ein faires Gehalt ausgezahlt und neue Ideen werden entwickelt, damit der Impact noch größer werden kann. Also ja, auch Profit ist möglich, solange der Sinn an erster Stelle steht!

Unternehmen wollen Profit machen. Aber ist das auch mit Nachhaltigkeit vereinbar? Ja, findet Good Jobs – solange der Sinn im Vordergrund steht!

Wo ist für Euch die Grenze zwischen „profitabel“ und „Profitmaximierung“?

GoodJobs: Es kommt auf den Impact des Unternehmens an. Auch maximierter Profit ist unserer Meinung nach nicht verwerflich, solange transparent gemacht wird, wo dieses Geld einfließt. Kund*innen sollten wissen, welche Projekte unterstützt werden. Der Sinn der Produkte sollte klar werden. 

Was sollten nachhaltige Unternehmen in Werbung und Vertrieb anders machen?

GoodJobs: Werbung und Vertrieb sollte ehrlicher und transparenter werden. Inspirierend ist in dem Zusammenhang zum Beispiel eine aktuelle Werbekampagne der Schokoladenmarke Tony’s Chocolonely. Diese wirbt für den bewussten Konsum ihrer Produkte.

Was wünschen sich Arbeitnehmer*innen von Unternehmen, die sich als „nachhaltig“ betiteln? Was soll anders als bei herkömmlichen Arbeitgeber*innen sein?

GoodJobs: Es sind Transparenz, Vertrauen und Empathie, die in nachhaltigen Unternehmen zu finden sind. Arbeitnehmer*innen wüschen sich, dass Teammitglieder gefördert und eingebunden werden. Auch auf die persönlichen Belange soll Wert gelegt werden. Ein faires Gehalt, Flexibilität, eine 4-Tage-Woche, ein gutes Teamgefühl und gelebte Diversität im Unternehmen. Außerdem geht es um wertschätzende Feedbackgespräche und den Wusch sich mit den Produkten und dem Ziel des Unternehmens identifizieren zu können – um nur ein paar Aspekte zu nennen. Letztendlich sind diese Bedürfnisse aber so individuell wie unsere Community!

Respekt und Wertschätzung am Arbeitsplatz sollten zur DNA nachhaltiger Unternehmen gehören. Arbeitnehmer*innen wünschen sich in Jobs mit Sinn Kommunikation auf Augenhöhe.
Respekt und Wertschätzung am Arbeitsplatz sollten zur DNA nachhaltiger Unternehmen gehören. Arbeitnehmer*innen wünschen sich in Jobs mit Sinn Kommunikation auf Augenhöhe.

Alles scheint inzwischen „grün“ zu sein. Habt Ihr Tipps, wie Kund*innen oder Arbeitnehmer*innen echt nachhaltige Unternehmen und Jobs mit Sinn erkennen können?

GoodJobs: Als Jobplattform macht unser „Company Discussion“ Prozess uns einzigartig: Wir entscheiden anhand an den 17 SDGs orientierten Kriterien (Umwelt schützen, Gesellschaft fair gestalten, Wissen vermitteln, Menschen helfen und bewusst wirtschaften), welche Unternehmen für uns „good“ sind. Genauso gibt es für uns Ausschlusskriterien, zum Beispiel Waffenhandel, Tierversuche oder konventionelle Landwirtschaft.

Wir nehmen unsere Einschätzungen aus Akten, Tatbeständen, Kriterien und Inhalten aus öffentlich recherchierbaren Quellen wie z. B. Nachrichten oder Studien. Außerdem führen wir teaminternen Diskussionen entlang unserer Kriterien und schauen uns die Erklärungen der Companies genau an. Dafür haken wir gezielt nach und treten in den Diskurs mit diesen.

Quick Tipp für Leser*innen:

Gebt in eure Suchmaschine einfach mal den Namen des Unternehmens + Kritik ein. Schaut anschließend in verschiedensten Medien nach Ergebnissen. Falls ihr tatsächlich Kritik findet, die sich für euch berechtigt anfühlt, sucht nach Stellungnahmen und Transparenzberichten des Unternehmens. Sobald diese nicht vorhanden oder sehr schwammig sind, wären wir vorsichtig.

Wir danken GoodJobs für das spannende Interview. Vielleicht konnten Euch die Antworten eine Orientierung auf dem nachhaltigen Arbeitsmarkt für Jobs mit Sinn geben.

Stimmst Du mit den Antworten überein? Was wünscht Ihr Euch von einem nachhaltigen Unternehmen? Und was denkt Ihr: Sind Profit und Nachhaltigkeit zu vereinbaren? Schreibt es uns gerne in die Kommentare.

Auf der Suche nach einem wirklich grünen Unternehmen und Jobs mit Sinn?

Dann bist Du bei ver.de richtig! Wir legen Wert auf Transparenz und leben Nachhaltigkeit in unserer Unternehmenskultur. Du willst erfahren wohin unser Geld geht und wie wir arbeiten? Auf unserer Webseite zeigen wir Dir was Nachhaltigkeit bei ver.de bedeutet.

Du willst mehr über modernes Arbeiten oder die Diskussion „Profit vs. Nachhaltigkeit“ wissen? Dann schau doch mal auf unserem Blog vorbei:

Hinweis: Die vorstehenden Aussagen geben die persönliche Meinung der Verfasserin/Herausgeberin bzw. der Interviewpartner*innen wieder; eine Haftung für die Richtigkeit kann nicht übernommen werden.

Maraike Schäfer

Maraike Schäfer

Maraike studiert Volkswirtschaftslehre an der Universität Bayreuth. Sie hat sich auf den Bereich Umwelt- und Entwicklungsökonomik spezialisiert und arbeitet als wissenschaftliche Hilfskraft. In Ihrer Freizeit setzt sie sich als Mitgründerin des „Klimaentscheid Bayreuth“ für die Umsetzung der Klimaneutralität in Ihrer Stadt ein. Ihre Zukunftsvision ist eine Welt, die ein Stück sozial gerechter ist. Dafür braucht es mehr Nachhaltigkeit und die dringende Transformation der Finanzwelt findet sie.

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